Dr. Christian Osterwalder  |  Facharzt FMH für Chirurgie
Unterer Graben 35, CH-8400 Winterthur
Tel. +41 52 269 19 19  |  osterwalder@chir.ch

Tumor

Riesenzelltumor
 
Ursache
Der Riesenzelltumor ist ein an der Hand häufig auftretender gutartiger Tumor. Faktoren, welche sein Entstehen begünstigen oder erklären, sind nicht bekannt. Seine Bezeichnung hat dieser Tumor wegen seiner im Mikroskop sichtbaren grossen Zellen mit mehreren Zellkernen (Riesenzellen). Ausgangsort dieses Tumors sind Sehnenscheiden und die Gelenkinnenhaut (Synovia)

Beschwerden
Durch das langsame, aber ständige Wachstum des Tumors tritt eine derbe Vorwölbung auf. 
Schmerzen bereitet dieser Tumor keine.

Behandlung
Da dieser Tumor ständig grösser wird und ins umgebende Gewebe (Sehnen, Gelenke) zapfenförmig einwächst, muss er durch eine Operation entfernt werden. Der Tumor ist auf Grund seiner gelblich-braunen Farbe schon während der Operation zu erkennen. Ein späteres Wiederauftreten (Rezidiv) ist bei grossen Tumoren möglich.
Enchondrom
 
Ursache
Dieser gutartige Knorpeltumor der Finger und Mittelhandknochen kommt vorwiegend bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen vor. Der Tumor wächst im Innern des Knochens. Er zerstört die Knochensubstanz und schwächt damit den Knochen. 

Beschwerden
Dieser Tumor macht häufig keine Beschwerden. Er wird oft als Zufallsbefund im Röntgenbild festgestellt.
Bei sehr grossen Tumoren kann eine Auftreibung des befallenen Fingers sichtbar werden. Es können dann auch leichte Schmerzen auftreten. Im fortgeschrittenen Tumorstadium kann der Knochen so stark geschwächt sein, dass er spontan, das heisst ohne Unfall, bricht. Wir nennen dies Spontanfraktur oder pathologische Fraktur. 

Es gibt auch gutartige Knorpeltumore, welche ausserhalb des Knochen liegen, diese werden als Ekchondrom bezeichnet.

Behandlung
Eine Entfernung dieses Tumors durch Operation ist zu empfehlen. Es wird eine kleine Öffnung («Fenster») im Knochen mit einem Bohrer angelegt. Durch diese kann der weiche, weissliche Knorpeltumor entfernt werden. Meistens muss der durch den Tumor geschwächte, dünne Knochen nach der Tumorentfernung wieder stabilisiert werden. Dies geschieht durch eine Knochentransplantation. Es wird Knochen vom Becken entnommen. Er wird in kleine Chips geschnitten. Mit diesen kleinen Knochenchips wird dann der Knochendefekt vollständig ausgefüllt.
Neurinom (Schwannom)
 
Ursache
Das Neurinom ist ein gutartiger Nerventumor. Er entsteht durch autonome Vermehrung der Bindegewebszellen (Schwann'sche Zellen) des Nerven. Er wird auch Schwannom genannt. Ursachen über die Entstehung sind nicht bekannt.

Beschwerden
Es bilden sich glatte, derbe, manchmal sichtbare Tumorknoten. Beim Berühren oder Beklopfen eines solchen Knotens tritt oft ein «Elektrisieren» auf.

Behandlung
Neurinome kleiner Nervenäste können meistens ohne Schwierigkeiten und ohne Nachteile entfernt werden.
Neurinome in grossen Nerven (Hauptnerven) sind viel schwieriger zu entfernen, vor allem dann, wenn sie in der Mitte des Nerven liegen. Die Operation wird dann unter dem Operationsmikroskop vorgenommen. Durch die Entfernung des Tumors kann es allerdings zu unbeabsichtigter Verletzung einzelner intakter Nervenfasern kommen.
Hämangiom
 
Ursache 
Das Hämangiom ist eine gutartige Neubildung von Blutgefässen mit oft grossen, blutgefüllten Hohlräumen (Kavernöses Hämangiom). Häufig sind die Hämangiome schon bei der Geburt vorhanden oder treten in den ersten Lebensjahren auf. 

Beschwerden
Die Hämangiome der Haut sind wenig erhaben und stark rot gefärbt. Die Hämangiome der Unterhaut und Muskulatur sind als weiche Tumore tastbar und manchmal von bläulicher Farbe. Hämangiome können an allen Körperregionen auftreten.

Behandlung 
Die Entfernung eines Hämangioms der Haut kann je nach Grösse und Lokalisation schwierig bis unmöglich sein. Störende Hämangiome der Unterhaut und Muskulatur lassen sich durch eine Operation entfernen.